Bring Your Own Device (BYOD)

BYOD – Bring Your Own Device

BYOD ist als moderne Lösung für mobile Endgeräte in aller Munde. Doch ist es für Ihr Unternehmen wirklich die beste mobile Strategie?

Wir haben für Sie die vier Strategien – Bring Your Own Device (BYOD), Choose Your Own Device (CYOD), Corporate- Owned, Personally Enabled (COPE) und Corporate-Owned, Business Only (COBO) – unter die Lupe genommen und zeigen Ihnen, welche Strategie am besten zu Ihrem Unternehmen passt.

Erfahren Sie, wie ein erfolgreiches BYOD-Programm aussehen kann und warum es sich lohnt, von BYOD und CYOD zu COPE zu wechseln. In diesem Blog werden wir einen Blick auf die Herausforderungen werfen, mit denen Unternehmen bei der Einführung von mobilen Sicherheitsmaßnahmen konfrontiert sind. Seien Sie gespannt darauf, was mobile Sicherheit für Ihr Unternehmen bedeutet und welche Schritte ergriffen werden müssen, um Ihr Netzwerk zu schützen. Beginnen Sie jetzt und entdecken Sie die Möglichkeiten mobiler Sicherheitsstrategien!

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    Vier Strategien eine Frage: Welche?

    Die meisten Organisationen stehen heutzutage vor einer entscheidenden Frage: Sollten sie BYOD, CYOD, COPE oder COBO als Strategie für mobile Geräte wählen? Jede dieser Optionen bietet einzigartige Vorteile und Nachteile. Es ist also wichtig, dass Unternehmen die spezifischen Anforderungen ihrer Organisation und die Vor- und Nachteile jeder Option berücksichtigen, um zu entscheiden, welche für sie am besten geeignet ist.
    Unternehmen erkennen den Bedarf an Flexibilität, wenn es um die Unterstützung der mobilen Geräte ihrer Mitarbeiter geht. Sie müssen die Wünsche der Angestellten mit den Anforderungen von IT und Sicherheit in Einklang bringen. Organisationen können zwischen vier Strategien für das Mobilitätsmanagement wählen:

    • Bring Your Own Device (BYOD, Bringe dein eigenes Gerät)
    • Choose Your Own Device (CYOD, Wähle dein eigenes Gerät)
    • Corporate-Owned, Personally Enabled (COPE, firmeneigene, persönlich genutzte Geräte)
    • Corporate-Owned, Business Only (COBO, unternehmenseigene, ausschließlich geschäftlich genutzte Geräte)

    BYOD ist eine der beliebtesten Optionen für die Verwaltung mobiler Geräte, auch in Unternehmen, die keine formelle MDM-Richtlinie (Mobile Device Management) haben. Siehe auch unser Whitepaper zu MDM. Angesichts der Sicherheitsbedenken und der eingeschränkten Kontrollen im Zusammenhang mit BYOD erfreuen sich COPE, CYOD und COBO jedoch zunehmender Beliebtheit.

    Der große Vergleichscheck: Alle Vor- und Nachteile von BYOD, COPE, COBO, CYOD auf einen Blick

    Bei der Richtlinien-Abwägung für mobile Geräte sollte das IT-Team einen funktionalen und praktikablen Ansatz anstreben, der sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen akzeptabel ist.
    BYOD gibt den Mitarbeitern die freie Wahl für mobile Geräte am Arbeitsplatz. Aber das ist nicht immer die beste Option.

    Vorteile

    BYOD CYOD COPE COBO
    • Mitarbeiter haben die Kontrolle über die Geräteauswahl und i.d.R. Kenntnisse über Bedienung des Geräts
    • Mitarbeiter haben ein Telefon für Arbeit und private Aufgaben
    • Eine BYOD-Richtlinie verbessert den Datenschutz und die Privatsphäre
    • Beschaffung entfällt
    • Mitarbeiter haben eine gewisse Auswahl an Geräten
    • Die IT-Abteilung legt den Umfang der Gerätevielfalt fest und arbeitet beispielsweise nur mit Apple iOS-Produkten
    • Arbeitgeber bestimmt, welche Geräte er unterstützt, und kann auch nur eine Geräteoption wählen
    • Einfachere Beschaffung, Support, Verwaltung und App-Entwicklung durch einheitliche Geräteflotte
    • Die Mitarbeiter erhalten die Vorteile eines mobilen Geräts, ohne dass sie die damit verbundenen Kosten ganz oder teilweise tragen (Incentive)
    • Die IT-Abteilung steuert das Gerät und die darauf befindlichen Anwendungen für maximale Sicherheit und einfache Verwaltung
    • Die Belegschaft ist mobil

     

    Nachteile

    BYOD CYOD COPE COBO
    • Die IT muss eine unbegrenzte Anzahl von Geräten und Betriebssystemen sichern und verwalten
    • Kompatibilitätsprobleme
    • Spannungsfeld
    • Kostenteilung
    • Die Mitarbeiter haben möglicherweise bereits ein persönliches mobiles Gerät
    • Arbeitgeber sind für Geräte verantwortlich, auf denen persönliche Informationen und Anwendungen gespeichert sind
    • Anwender erwarten Freiheit bei der Auswahl, Aufrüstung und gemeinsamen Nutzung mobiler Geräte
    • Einschränkungen sind unerwünscht
    • Kosten- und Verwaltungskompromisse beim Mobilfunktarif
    • Anwender haben eine begrenzte Flexibilität und Kontrolle
    • Das Unternehmen ist für die Kosten und die Verwaltung der Geräte verantwortlich

     

    Anwendungsfälle

    BYOD CYOD COPE COBO
    Unternehmen, in denen Mitarbeiter bereits berufliche E-Mails und andere Anwendungen auf privaten Geräten installieren Organisationen, in denen die Mitarbeiter noch keine persönlichen Mobilgeräte besitzen oder die IT- Abteilung die Verwaltung der Mobilgeräte optimieren muss Unternehmen mit Sicherheits- und Compliance- Einschränkungen, die dennoch eine mobile, flexible Belegschaft ermöglichen wollen Arbeitsplätze, die bestimmte Anwendungen/Mobilgerätefunktionen erfordern. Geräte können von Mitarbeitern gemeinsam genutzt werden

     

    Das kleine Fragen 1×1 der mobilen Strategien

    1. WAS SIND DIE GRUNDLAGEN VON BYOD?
    BYOD bezieht sich auf jede Art von Gerät, das sich im Besitz eines Mitarbeiters befindet – in der Regel ein Smartphone oder Tablet – und für die Arbeit genutzt wird. Viele Mitarbeiter konfigurieren ihre privaten Handys mit ihren Arbeits-E-Mails und nutzen das Gerät für arbeitsbezogene Aktivitäten. Möglicherweise installieren sie Apps, die sie für ihre Arbeit benötigen, entweder interne Apps oder Apps, die ihre Anmeldedaten für die Arbeit erfordern.

    Die Mitnahme des eigenen persönlichen Geräts zur Arbeit bietet den Mitarbeitern die größte Flexibilität, bedeutet aber nicht den besten Schutz für das Unternehmen. Wer BYOD einführt, sollte in Data-Security-Tools investieren, die BYOD unterstützen und zusätzliche Sicherheitsebenen bieten.
    Mit Mobile Application Management (MAM) lassen sich die Unternehmensanwendungen auf persönlichen Geräten kontrollieren und von den persönlichen Anwendungen des Mitarbeiters isolieren, während gleichzeitig Verschlüsselung und andere Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet werden.

    2. WAS SIND DIE MERKMALE VON CYOD UND WIE UNTERSCHEIDET ES SICH VON ANDEREN MOBILEN RICHTLINIEN?
    CYOD gibt den Arbeitgebern mehr Kontrolle als BYOD, da das Unternehmen eine Reihe von Marken oder Modellen von Smartphones und Tablets anbietet, die die Mitarbeiter als Arbeits- und Privatgerät auswählen. Einige Arbeitgeber halten CYOD für eine praktikable Option, um der Belegschaft Flexibilität zu bieten. Das IT-Team kann das Gerät vollständig sperren und verwalten, aber auch die private Nutzung zulassen.

    Mit CYOD in Verbindung mit einem MDM-System kann die IT-Abteilung bestimmte Sicherheitsrichtlinien für das Gerät durchsetzen. Typische Einschränkungen sind komplexe Kennwortanforderungen, IT-Genehmigungen für App- Installationen, Inhaltsfilterung und GPS-Tracking. Mit Tools zur Verwaltung mobiler Geräte können IT-Teams CYOD-Geräte aus der Ferne aktualisieren und überwachen.

    3. WAS BRINGT COPE MIT SICH?
    Bei einer COPE-Strategie stellt das Unternehmen seinen Mitarbeitern ein mobiles Endgerät samt Mobilfunkvertrag zur Verfügung, das auch privat genutzt werden kann. Die Anwender können bei der Auswahl der Gerätemarke und des Gerätemodells mitbestimmen, oder auch nicht.
    Arbeitgeber können sich für eine COPE-Strategie entscheiden, wenn sie die durch die betriebliche Nutzung entstehenden Kosten nicht auf die Mitarbeiter abwälzen wollen. Gleichzeitig müssen die Anwender bereit sein, ein firmeneigenes Gerät auch für die private Nutzung anzunehmen, um die Vorzüge einer COPE-Strategie auszuschöpfen. Immer mehr Arbeitgeber verfolgen eine COPE-Strategie als Teil des Employer Brandings und zur Motivation ihrer Mitarbeiter.

    4. WAS SIND DIE VOR- UND NACHTEILE VON BYOD UND COPE?
    Die Anwender wünschen sich in der Regel den Komfort eines einzigen Geräts für die Arbeit und die private Nutzung, den Schutz der Privatsphäre und der Daten sowie eine Übernahme der Mobilfunkkosten durch den Arbeitgeber. So müssen sich die Mitarbeiter nicht mit zwei Geräten herumschlagen und können mit BYOD und COPE ein einziges Gerät für alle Aktivitäten nutzen.

    PRIVATSPHÄRE UND SCHUTZ PERSÖNLICHER DATEN (DSGVO)
    Anwender äußern häufig Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes, wenn sie firmeneigene Mobilgeräte für private Zwecke nutzen. Das IT-Abteilung wird wahrscheinlich ein MDM- oder EMM-System (Enterprise Mobility Management- System) implementieren, um die Unternehmensdaten zu schützen. Bei diesem Ansatz müssen die Mitarbeiter sicher sein, dass persönliche Daten wie Fotos, Social-Media-Konten und persönliche Texte nicht Gefahr laufen, an die IT-Abteilung zu gelangen oder von ihr eingesehen zu werden.

    KOSTEN
    Anwender, die BYOD- oder COPE-Mobilgeräte nutzen, müssen mit erhöhten Mobilfunkkosten für Sprache und Daten rechnen, da sie mehr Bandbreite oder Daten über ihren Mobilfunkvertrag nutzen, der sowohl die berufliche als auch die private Nutzung abdeckt. Die Anwender erwarten i.d.R. von ihrem Arbeitgeber, dass er sich zumindest finanziell an der Mobilfunkrechnung-Rechnung beteiligt, oder diese vollständig übernimmt. Ohne finanzielle Unterstützung verlieren BYOD und COPE in der Gunst der Mitarbeiter. Für die Arbeitgeber sind mit der Übernahme der Mobilfunkverträge häufig höhere Kosten verbunden.
    Der mit einer wachsenden Anzahl von bereitgestellten Gerätemarken und -modellen einhergehenden Komplexität kann mit einer begrenzten Auswahl an Geräten begegnet werden.

    5. WAS IST EINE COBO-RICHTLINIE UND WANN IST SIE AM SINNVOLLSTEN?
    COBO ist die restriktivste Richtlinie für Tablets, Smartphones oder andere Gerätetypen. Das Unternehmen ist Eigentümer des Geräts und kontrolliert dessen Nutzung.
    Im Rahmen einer COBO-Richtlinie werden auf dem unternehmenseigenen Gerät ausschließlich geschäftliche Anwendungen ausgeführt. Diese Geräte können von mehreren Arbeitnehmern gemeinsam genutzt werden.
    Aus diesem Grund sind COBO-Richtlinien z.B. typisch für Außendiensttechniker oder Lagerarbeiter.

    6. WIE WÄHLT MAN ZWISCHEN BYOD, CYOD, COPE UND COBO?
    Die Strategie sollte sich auf die Sicherheit und den Schutz des Netzwerks und der Daten konzentrieren. Berücksichtigen Sie die relevanten Compliance-Anforderungen und überlegen Sie, welcher Ansatz den besten Schutz für das Unternehmen bietet.
    Die Abkehr von BYOD ist nicht immer die Antwort auf Sicherheitsbedenken, die Unternehmen haben. MAM- bzw. EMM-Plattformen und Tools zur Abwehr mobiler Bedrohungen bieten Funktionen, die die Sicherheit des Unternehmensnetzwerks gewährleisten können, wenn ein Benutzer sein persönliches Gerät für die Arbeit mitbringt. Diese cloud-basierten Tools verringern das Risiko für die Unternehmen und ermöglichen gleichzeitig die Flexibilität bei der Nutzung der Geräte. Die Vorzüge der BYOD- und COPE- Policy für die Arbeitgeber einerseits und für Zufriedenheit der Mitarbeiter anderseits machen sie zunehmend populärer. Schon aus Gründen der Nachhaltigkeit ist die Verwendung von z.B. zwei Smartphones jeweils für die betriebliche und private Nutzung nicht optimal, geschweige denn für die Mitarbeiter besonders praktikabel. Insofern sollte die gewählte Richtlinie sowohl die IT- und Sicherheitsanforderungen des Unternehmens berücksichtigen, wie auch auf die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter eingehen.

    Fazit

    BYOD, CYOD, COPE und COBO sind vier verschiedene Ansätze zur Verwaltung mobiler Geräte im Unternehmensumfeld. Jeder Ansatz hat seine eigenen Vor- und Nachteile. BYOD ist die günstigste Lösung, da hier keine Kosten für die Geräte anfallen. Es ist jedoch schwieriger, die Geräte zu verwalten und zu überwachen, da sie nicht vom Arbeitgeber bereitgestellt werden. CYOD ermöglicht es dem Arbeitgeber, mobile Geräte kostengünstig bereitzustellen und dennoch ein hohes Maß an Kontrolle auszuüben. COPE bietet den Mitarbeitern mehr Flexibilität bei der Auswahl ihrer Geräte und wird zunehmend auch zur Motivation der Mitarbeiter angewendet. COBO bietet ein Maximum an Kontrolle und Skalierbarkeit, aber diese Policy beschränkt sich zumeist auf beschränkte Einsatzfelder.

    Unterm Strich hilft Ihnen ein tieferes Verständnis dieser Optionen dabei, die richtige Wahl für Ihr Unternehmen zu treffen. Abhängig von Ihren spezifischen Anforderungen kann eines dieser Konzepte die beste Option für Sie sein. Am Ende des Tages müssen Sie sorgfältig prüfen und entscheiden, welcher Ansatz am besten zu Ihrem Unternehmen passt, um sicherzustellen, dass Ihr Unternehmen auf dem neuesten Stand der Technologie bleibt und alle Mitarbeiter mit den notwendigen Tools ausgestattet sind. Dabei sind nicht nur Aspekte der Sicherheit und Kosten zu berücksichtigen, sondern auch die Akzeptanz durch die Anwender im Hinblick auf die Verwendung geschäftlicher und privater Daten auf einem Gerät.

    Tilman Krebs
    Text – Autor
    Veröffentlichungsdatum
    10.02.2023

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